Coming of Age,  Film-/Serienreview

Serienreview zu »Drei Meter über dem Himmel« | Chillige Sommerromanze mit wenigen Parallelen zur gleichnamigen Buchvorlage von Federico Moccia

Originaltitel: Summertime (Netflix Original) ǀ Produktionsland: Italien ǀ Release: 29.04.2020 (Deutschland) ǀ Episoden: 8 (1. Staffel) ǀ ab 12 Jahren

Inhalt:

Sommergefühle an der italienischen Adriaküste: Die 17-jährige Summer Bennati (Rebecca Coco Edogamhe) hasst den Sommer, obwohl sie nach dem bekannten Gershwin-Klassiker Summertime benannt wurde. Damit der Sommer schnell vorbei geht, jobbt sie in den Schulferien deshalb in einem Hotel. Dort trifft sie den ehemaligen Motorrad-Champion Alessandro Alba (Ludovico Tersigni) wieder, den sie kurz zuvor auf einer Party kennengelernt hat. Doch während Ale sofort auf Tuchfüllung gehen will, bleibt Summer zunächst auf der Hut. Umgeben von Sonne, Strand und Meer kommen sich die beiden schließlich näher und vergessen darüber fast die besten Freunde Dario (Andrea Lattanzi), Sofia (Amanda Campana) und Edo (Giovanni Maini), deren Gefühle in diesem Sommer nicht minder Wellen schlagen.

© Bild: Netflix, Inc.

Darsteller: u. a. Rebecca Coco Edogamhe (Summer) ǀ Ludovico Tersigni (Alessandro) ǀ Amanda Campana (Sofia) ǀ Andrea Lattanzi (Dario) ǀ Alice Ann Edogamhe (Blue) ǀ Giovanni Maini (Edo) ǀ Caterina Biasiol (Maddalena) ǀ Thony (Isabella) ǀ Mario Sgueglia (Maurizio) ǀ Thomas Camorani (Manu) ǀ Stefano Fregni (Piero)

Als ich kürzlich den Trailer zu dem Netflix Original »Drei Meter über dem Himmel« sah, wurde ich hellhörig. Schließlich gibt es einen gleichnamigen Bestsellerroman (Originaltitel: »Tre metri sopra il cielo«) des italienischen Autors Federico Moccia, der in Spanien und Italien bereits verfilmt wurde. Bei uns dürfte die spanische Filmversion von »Drei Meter über dem Himmel« (2010) mit Mario Casas und Maria Valverde in den Hauptrollen bekannter sein. Gefolgt von der ebenfalls adaptierten Fortsetzung »Ich steh auf dich«. Insgesamt umfasst das turbulente Liebesdrama drei Buchbände. Wobei es für den dritten Teil (im Original: »Tre volte te«) bis dato keine deutsche Übersetzung gibt. Die ersten beiden Romane gibt es in Deutschland übrigens auch nur noch gebraucht zu kaufen. Ab dem 2. März 2021 soll es »Drei Meter über dem Himmel« aber zumindest in der englischen Übersetzung unter dem Titel »One Step to You« (Grand Central Publishing) als Taschenbuch und eBook zu kaufen geben.

Doch wie im Trailer bereits zu erkennen ist: Buchreihe und Serie haben ohnehin wenig miteinander gemeinsam. Bis auf das Grundkonzept: Zwei junge, gegensätzliche Menschen verlieben sich ineinander und verändern sich infolgedessen. Das fängt bei den Namen der Protagonisten (im Buch Step und Babi) an und hört bei der komplett anders erzählten Geschichte auf. Abgesehen davon, dass die Serie im Original »Summertime« heißt, was weitaus besser zum Inhalt passt. Wer jetzt also die Serie schaut und denkt: Dazu möchte ich den Roman lesen, wird beim Lesen eine Überraschung erleben (vorausgesetzt man hat ein gebrauchtes Exemplar ergattert). Wer dennoch neugierig geworden ist: Die spanische Verfilmung ist dicht am Buchgeschehen dran. Die Serie ist übrigens auch in deutscher Sprache vertont. Über die Qualität der Synchronisation darf man jedoch uneins sein.

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Trailerquelle: YouTube (Netflix) ǀ Musik im Trailer: Missili von Frah Quintale feat. Giorgio Poi | Leoni von Francesca Michielin feat. Giorgio Poi


»Drei Meter über dem Himmel«: Summer und Ale vs. Babi und Step


Im Gegensatz zum Roman verläuft die Serie um einiges unaufgeregter. Das merkt man insbesondere an der männlichen Hauptfigur Alessandro Alba, kurz Ale genannt. Gespielt wird er von dem italienischen Schauspieler Ludovico Tersigni, der in Italien u. a. durch seine Rollen in »Slam« (2016) und »SKAM Italia« (2018) bekannt geworden ist. Während der Romancharakter Step eine Vorliebe für illegale Motorradrennen pflegt, ständig seinen Bizeps trainiert und zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigt, ist Ale um einiges geerdeter. Alessandro ist ein gefragter Motorradrennfahrer, der sich von dem Rennsport eine Auszeit nehmen will, weil er nach einem Motorradunfall unter Rückenschmerzen leidet und allmählich seine Leidenschaft für den Motorsport zu hinterfragen beginnt. Keineswegs unschuldig daran: Sein auf Gewinn programmierter Vater, der zugleich sein Trainer ist und Druck ausübt.

Ansonsten ist Blondschopf Ale ein Sonnyboy, der von anderen vielleicht mal als Arschloch betitelt wird, das Herz aber am rechten Fleck trägt. Anfangs kommt er nicht von seiner Ex-Freundin Maddalena los und redet mit den Kumpels bevorzugt über das Flachlegen von Frauen. Als er auf einer Party Summer erblickt, hat er bald nur noch Augen für das abweisende Mädchen und mutiert sogar zum kreativen Rosenkavalier mit Ausdauer. Ales Charakter ist einerseits Klischeebeladen und zugleich sympathisch angelegt. Mit Dreitagebart und Brustbehaarung bekleidet, verleiht Ludovico Tersigni seinem Serienego einen durchaus natürlichen Charme. Sein Blick wirkt mitunter müde. Dafür bringt ein Lächeln den Sommer zurück. Alles in allem macht Ludovico Tersigni einen soliden Job. Aber wird einem sein Seriencharakter Ale lange im Gedächtnis bleiben? Das liegt wohl im Auge der Zuschauer/innen.

Summer (Rebecca Coco Edogamhe) feiert ihren 18. Geburtstag mit Schwester Blue (Alice Ann Edogamhe), Best Friend Sofia (Amanda Campana), Mutter Isabella (Thony) und deren Verehrer Riccardo (Darsteller unbekannt) | © Foto: Netflix, Inc.

Die 17-jährige Summer Bennati – von allen Summy genannt – hat ebenfalls wenig mit der Romanfigur Babi gemein. Indes Babi aus gutsituiertem Hause stammt und gegen die strengen Eltern aufbegehrt, jobbt Summer in den Sommerferien in einem Hotel (Ales Mutter ist die Geschäftsführerin) und leidet unter der ständigen Abwesenheit des Vaters. Dieser ist Trompeter und in den Sommermonaten mit seiner Jazzband auf Tour. Kein Wunder, dass Summer (wortwörtlich) die Flucht ergreift, als Ale echtes Interesse zeigt. Sie hat Angst vor dem Verlassen werden und verschließt deshalb ihre Gefühle. Überdies findet Summer es unfair, dass ihre Mutter Isabella für die Familie die eigene Musikkarriere aufgegeben hat und in einer Strandbar kellnert, während der Vater seinen Traum leben kann. Im Kontrast zu diesem verstaubten Rollenbild steht die Tatsache, dass Summers Eltern in wilder Ehe leben und ziemlich locker drauf sind. Wohl ein Grund, warum Summer ernst und verantwortungsbewusst agiert. Besonders ihrer kleinen Schwester Blue gegenüber. Dafür ist sie optisch lässig unterwegs. Sie braust gerne in Shirt und Jeans auf ihrem Skateboard über die Strandpromenade der Adriaküste, liest dicke Bücher und schottet sich zuweilen mit Musik in den Ohren ab.

Summers dunkle Hautfarbe wird indes am Rande thematisiert und zeigt in einem kleinen Dialog, wie fremd man im eigenen Geburtsland (unbeabsichtigt) wahrgenommen werden kann. Typische Frage: Von woher kommst du eigentlich? An dieser Stelle bekommt die Serie eine gute Kurve hin, indem Ale einräumt, nur gefragt zu haben, weil er selbst früher woanders gelebt hat. Die 2002 in Bologna geborene Schauspielerin Rebecca Coco Edogamhe wirkt in ihrer Performance der Summer Bennati mitunter vielleicht älter als siebzehn bzw. achtzehn Jahre. Genau das passt wiederum zur strebsamen Leseratte mit Bindungsangst. Ob gleichgültig, verärgert oder lebensfroh. Rebecca Coco Edogamhe hat eine authentische Palette an Emotionen zu bieten. Dabei feiert sie in »Summertime« gemeinsam mit Serienkollegin Amanda Campana (Sofia) ihr Schauspieldebüt.


Nicht immer »Drei Meter über dem Himmel«: Chillige Sommerromanze trifft auf reichlich unerwiderte Gefühle an der malerischen Adriaküste


Der Unterschied zwischen Buchreihe und Serie macht sich überdies beim weniger dynamischen Kennenlernen von Ale und Summer bemerkbar. Statt einer kalten Dusche (Babi und Step) gibt es ein unfreiwilliges Bad im Pool. Anders als Step präsentiert sich Ale allerdings von seiner Schokoladenseite. Im Serienverlauf haben Summer und Ale zwar auch diverse Kommunikationsprobleme, das große Drama bleibt jedoch aus. Selbst von den unterschiedlichen Welten, aus denen Summer und Ale stammen sollen, merkt man wenig. Im Gegenteil! Beide haben mit Problemen in der Familie zu kämpfen und bauen darüber ein gegenseitiges Verständnis füreinander auf. Das Konfliktpotential ist also minimal. Mit Ausnahme von kleinen Differenzen, die schnell vergessen sind.

Ich persönlich mochte diese chillige Sommerromanze, die sich Zeit für zwischenmenschliche Verwicklungen nimmt und wie ein erholsamer Strandurlaub an der italienischen Adriaküste angefühlt hat – inklusive idyllischer Sonnenauf- und Untergänge, die Lust auf Meer machen. Als Bonbon gibt es in Folge Sieben einen kleinen Kurztrip nach Rom. Natürlich dürfen der Trevi Brunnen und das Kolosseum (sehr sehenswert bei Nacht) nicht fehlen. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass es einigen Zuschauern vielleicht an mehr Drama und Herzschmerz mangelt. Es dauert einige Folgen, bis Summer und Ale zusammenkommen und darüber die besten Freunde vernachlässigen, die verständlicherweise verschnupft auf die einnehmende Beziehung der beiden reagieren.

Auf einer Wellenlänge: Sofia (Amanda Campana) und Dario (Andrea Lattanziin) in »Summertime« | © Foto: Netflix, Inc.

Ja, in »Summertime« geht es nicht nur um die große Liebe zwischen Summer und Ale. In der Serie offenbaren sich von Folge zu Folge begleitend allerhand unerwiderte Gefühle sowie Familien- und Freundschaftsprobleme. Neue Bekanntschaften entstehen, indes vertraute Freundschaften trotz Bikini-Temperaturen abkühlen. Das echte Leben lässt grüßen! Erfrischend ist hier vor allem die Bekanntschaft von Summers bester Freundin Sofia (Amanda Campana) und Ales Kumpel Dario (Andrea Lattanzi), die sich komplett anders entwickelt, als eingangs vermutet. Darüber hinaus erinnerte mich die Serie an ein Zitat des verstorbenen Schauspielers Hans Söhnker, das besagt: »Eine Liebeserklärung ist wie die Eröffnung beim Schach: Die Konsequenzen sind unabsehbar«. In »Summertime« schweben nämlich viele der Protagonisten heimlich drei Meter über dem Himmel. Der/die eine hält es lieber geheim. Jemand anderes beweist Mut und wird belohnt … oder eben nicht. Bei dieser Überdosis kann einem schon schwindelig werden!


Vielseitiger Soundtrack von Indie, Rap, Pop bis hin zum zeitlosen Gershwin-Klassiker Summertime


Neben der traumhaften Strandkulisse an der Adriaküste setzt auch die musikalische Untermalung stimmungsvolle Akzente. Arrangiert wurde der Original Soundtrack von dem italienischen Singer-Songwriter Giorgio Poi. Gemeinsam mit ihm entstanden auch die eingängigen Songs Missili von Frah Quintale sowie Leonie von Francesca Michielin, die den Trailer zur Serie begleiten. Eigene Songs von Giorgio Poi hört man u. a. in der zweiten (Doppio Nodo) und sechsten Episode (Vinavil) der ersten Staffel.

Insgesamt wartet die Serie mit einem vielseitigen Genremix auf – von Jazz-Klassikern über Indie-, Rap- und Popmusik bis hin zu bekannten Hits wie Tainted Love von Soft Cell, I Like Chopin von Gazebo sowie Il cielo in una stanza von Mina. In der Anfangsszene wird Summer sogleich von dem Jazz-Klassiker Estate begleitet, gesungen und komponiert von dem italienischen Sänger und Pianisten Bruno Martino. Wohl nicht ganz zufällig gewählt. Immerhin ist Summers Serienvater Maurizio, dargestellt von Mario Sgueglia, Berufstrompeter in einer Jazzband. So hat Summer ihren Vornamen dem Gershwin-Klassiker Summertime zu verdanken, der schon von Künstlern wie Billie Holliday und Ella Fitzgerald neu interpretiert wurde. In Folge Sieben wird Summertime nun von dem italienischen Sänger Raphael Gualazzi, infolge eines Konzerts im Kolosseum von Rom, live am Klavier performt.

Musikalischer Gastauftritt: Das italienische Songwriter-Duo Coma_Cose performt in der 6. Folge den Song Mancarsi in abendlicher Strandatmosphäre| © Foto: Netflix, Inc.

Im Gerne-Kontrast zu Raphael Gualazzis Gastauftritt in Anzug und Krawatte steht die nicht minder atmosphärisch inszenierte Liveperformance des Singer-Songwriter-Duos Coma_Cose (Alternative/Indie) in der sechsten Episode. Passend zu einer bzw. zwei gescheiterten Liebeserklärungen singt Francesca Mesiano – mit Bandkollege Edipo im Hintergrund – den Song Mancarsi aus dem Album »Hype Aura« (2019) in nächtlicher Strandatmosphäre. Tränen werden auch in der finalen Episode vergossen. Hier greift Summers Mutter Isabella, authentisch dargestellt von der italienischen Sängerin und Schauspielerin Thony, zur Gitarre und singt eine eigens für »Summertime« verfasste Ballade in einer emotionalen Akustikversion.


Fazit


Eine chillige Coming-of-Age-Sommerromanze um Freundschaft, Liebe und jede Menge unerwiderte Gefühle – mit wenigen Parallelen zur gleichnamigen Buchvorlage um Federico Moccias »Drei Meter über dem Himmel«. Die erste Staffel der Nerflix-Serie nimmt sich Zeit für zwischenmenschliche Verwicklungen und gleicht einem erholsamen Strandurlaub an der italienischen Adriaküste. Mit einem vielseitigen Soundtrack im Gepäck. Vielleicht nicht das außergewöhnliche Serien-Highlight, aber dennoch sehenswert.


Bild-/Informationsquelle: Netflix Medien Center ǀ vandam.netflix.com

© Beitragsfoto: Netflix, Inc. ǀ Serienreview by www.filimure.de ǀ Autorin: Doreen

2 Comments

  • Nicole

    Ich habe ja die Spanische Verfilmung gesehen und besitze Teil 2 davon auf DVD, schade dass man den dritten Teil dann nicht auch noch verfilmt hat, denn ich mochte die Filmvariante. Die Bücher habe ich nicht gelesen, aber du meintest ja, dass die Filme da nah an der Vorlage sind. Bei der Netflix Serie war ich dann gleich irritiert, weil die ganzen Unterschiede in Bezug auf die Handlung ja schon im Trailer deutlich wurden. Ich finde Abweichungen nicht schlimm, man muss sich nicht immer an die Vorlage halten, aber wenn man alles umkrempelt in Bezug auf die Handlung, verstehe ich nicht, wieso man dann keine eigene Serie draus macht, sondern es als „Verfilmung von „Drei Meter über dem Himmel““ bewirbt. Einige Buchleser dürften da sicherlich so ihre Probleme gehabt haben. Reingeschaut habe ich deshalb nämlich noch nicht, weil mich das dann doch etwas verunsichert hat. Mal schauen, ob ich der Produktion vilt. nächsten Sommer eine Chance gebe und dann auch mit den richtigen Erwartungen dran gehe. Rebecca Coco Edogamhe finde ich als Hauptfigur indes interessant, weil man dadurch eben auch aktuelle Probleme aufgreifen kann, dahingehend könnte die Serie dann etwas mehr Tiefgang als die Filme haben.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Doreen,
    Ich musste bei den Hallmark-Filmen so lachen, weil einfach alle „Christmas“ im Titel haben, so als würde man das sonst nicht erkennen :D. Aber ganz ehrlich: Ja die sind kitschig, voller Klischees und immer gleich, aber ich liebe sie trotzdem, trotz so manchem Fremdschäm-Moment. „Holidate“ habe ich noch nicht gesehen, aber daran auch nicht so hohe Erwartungen, so lange er unterhält, geht das in Ordnung.

    Uih da bin ich ja gespannt zu hören, ob du die Umsetzung dann gelungen findest bzw. diese dem Buch gerecht wird. Ich habe das nämlich nicht gelesen, werde mir aber die Serie „Dash & Lily“ anschauen. Gerade brauche auch ein paar Wohlfühl-Serien, die Spaß machen.

    Auf die Begründung bin ich auch gespannt, beim ersten fand ich das nämlich auch schon schwierig, wobei logik bei solchen Filmen ja eh immer ne Sache ist. Wenn man damit anfängt, dann fällt das alles wie ein Kartenhaus zusammen :D. Muss da auch an „The Knight Before Christmas“ denken, der logisch keinen Sinn macht, das musste man auch da echt ausblenden, um Spaß zu haben.

    Puh der Cliffhanger, den fand ich auch richtig gemein. So lange auf diese Figur gewartet und dann ist die erste Hälfte um. Also bisher Stand zur zweiten Hälfte „Lucifer“: Sie wurde kürzlich abgedreht, heißt jetzt steht nur noch die Post-Produktion an. Ich rechne damit, dass wir sie im Führjahr 2021, spätestens Sommer, zu Gesicht bekommen könnten. Mit Staffel 6 legen sie wohl nun auch direkt los.

    • Doreen

      Hi Nicole,

      wieder einmal lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Ja, bei „Drei Meter über dem Himmel“ war ich auch sehr verwundert über den Bezug zum Bestseller. Die Serie heißt in einigen Ländern ja „Summertime“ und das passt einfach besser. Denn mit der Romanvorlage hat die Serie absolut nichts am Hut. Die beiden spanischen Verfilmungen kommen da schon eher an die Bücher ran und orientieren sich auch tatsächlich daran. Bei der Serie eben nicht wirklich. Das ist wohl eine reine Marketingstrategie um die Neugierde der Leser/Zuschauer zu wecken. Bei der spanischen Verfilmung wäre ich auch auf eine Verfilmung des dritten Teils gespannt und natürlich auf die deutsche Synchro. Zumal es auch für den Roman aktuell keine deutsche Übersetzung gibt. Das macht definitiv neugierig!

      Ich bin gespannt, was du zu der Serie sagst, wenn du sie gesehen hast. Sie ist meiner Meinung nach sehenswert und fängt das Sommerfeeling sehr gut ein, man darf allerdings auch nicht zu viel Tiefe erwarten. Gerade was Summers Herkunft bzw. Hautfarbe betrifft, bleibt die Serie sehr dezent was Vorurteile betrifft – außer die in der Review erwähnte Szene. Das finde ich allerdings auch gut, weil People of Color in der Serie einfach als selbstverständlich genommen werden und es für mich auch nicht immer zum Thema gemacht werden muss. Mensch ist eben Mensch. Und eine junge Frau eben eine junge Frau. Hauptsache der Charakter stimmt.

      An den „Hallmark“-Filmen kommt man in der Weihnachtszeit kaum vorbei. Manche sind ja auch recht unterhaltsam und gut gemacht. Bei „Dash und Lily“ wünsche ich dir viel Spaß. Ich mag die Serie und hoffe auf eine zweite Staffel im kommenden Jahr. Der Prinzessinnentauch Teil 2 ist übrigens auch wieder recht unterhaltsam – auf die kurzweilig süße Art. Über die Logik darf man hier nun aber wirklich nicht grübeln. Unrealistischer geht es kaum, was die drei Doppelgängerinnen betrifft. Aber wer um die kalte Jahreszeit nichts gegen ein bisschen Kitsch und eine seichte Lovestory hat, dürfte hier gut unterhalten werden. 🙂

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